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Maria Poumier und Robert Faurisson

[Am 28. November 2013 erschien Robert Faurisson vor der XVII. Kammer des Pariser Strafgerichts. Er hatte gegen Le Monde (Louis Dreyfus) sowie eine Journalistin (Ariane Chemin) Strafanzeige wegen übler Nachrede eingereicht, weil sie ihn als „Berufslügner”, „Fälscher” und „Geschichtsfälscher” verunglimpft hatten. Das Urteil wird am 16. Januar 2014 verkündet werden. In ihrem langen Artikel, der am 21. August 2013 in Le Monde (S. 12, 13) erschien, hatte die Journalistin kein einziges Beispiel für eine Lüge Faurissons oder eine von ihm begangene Fälschung anzuführen vermocht. Die Anwältin Catherine Cohen-Richelet versuchte dreimal, Faurisson einer – einzigen – Lüge zu überführen, indem sie behauptete, dieser sei „keineswegs [Universitäts]Professor, sondern lediglich Lektor“ gewesen. Tatsache ist jedoch, dass R. Faurisson am 9. August 1979 den Titel eines „Universitätsprofessor“ erhalten hatte (Entscheid des Universitätsministeriums Nr. 00526 vom 3. Januar 1980).]

Erklärung von Maria Poumier

Es ist für mich eine grosse Freude, Robert Faurisson am Ende dieser Gerichtsverhandlung meine Glückwünsche aussprechen zu können, denn es bereitet einem stets Genugtuung, eine gerechte Sache siegen zu sehen, und es besteht kein Zweifel daran, dass wir, die wir der Überzeugung sind, die Wahrheit mache frei, den Sieg errungen haben. Das, wofür Faurisson seit fünfzig Jahren vertritt, ist heute unwiderlegbar. Die offizielle Version der Geschichte der Zweiten Weltkriegs, insbesondere bezüglich der Judenverfolgung, ist von ungeheuerlichen, gezielten Lügen befleckt (und zwar nicht nur hinsichtlich der Zahl der Opfer). Diese Lügen verfolgen den Zweck, sowohl Juden als auch Nichtjuden über mehrere Generationen hinweg in einen Zustand permanenten Schreckens zu versetzen und in unvorhersehbaren Situationen, bei denen jüdische Belange in mehr oder weniger starkem Ausmass tangiert sind, unberechenbare Reflexe auszulösen. Es war beabsichtigt, das Gefühl für Wahrheit und Lüge, für Recht und Unrecht für immer zu pervertieren, und zwar im Interesse einer einzigen Menschengruppe, deren Führer bestrebt sind, dieser Gruppe erbliche Privilegien zuzuschanzen und somit eine neue Adelskaste zu schaffen, die über dem Gesetz steht. Man kann in guten Treuen darüber diskutieren, ob Robert Faurisson die richtigen Strategien und Taktiken für seinen Kampf gewählt hat. Dies ändert jedoch nichts daran, dass seine unerschütterliche Standfestigkeit und seine totale, bedingungslose Hingabe, die sich auf die Ergebnisse seiner Forschungen stützt, ein aussergewöhnliches Vorbild darstellen. Mein Erstaunen über diesen Mann und meine Bewunderung für ihn haben mich dazu bewogen, gemeinsam mit ihm ein Buch mit dem Titel En Confidence (Im Vertrauen)* zu verfassen. Mir ging es vor allem darum, zu begreifen, was ihn dazu bewogen hatte, seine Laufbahn als Literaturprofessor zu opfern und fortan auf jede literarische Betätigung zu verzichten, um sich stattdessen historischen Forschungen zu einem einzigartigen, in jeder Hinsicht düsteren Thema zu widmen und parallel dazu immer wieder zu betonen, dass diese Frage für die gesamte Menschheit von unermesslicher Bedeutung ist, ohne Rücksicht auf geographische Grenzen und den beschränkten geistigen Horizont unserer Zeitgenossen. Ich gelangte zum Schluss, dass er sich das Ziel gesetzt hatte, zu einer übermenschlichen Figur zu werden, wie die von ihm bewunderten Helden der Literatur. Er selbst nennt sich bisweilen einen Don Quixote, doch Don Quixote ist ein Narr und eine komische Gestalt. Meiner Meinung nach gemahnt Faurisson alles in allem viel eher an den Prometheus der griechischen Tragödie, jedoch bestehen ausgeprägte Unterschiede zwischen den beiden. Prometheus ist ein Dieb, der die Götter herausfordert, Faurisson hingegen ein Mensch, der jene Diebe herausfordert, die sich als Götter aufspielen. Gemeinsam ist beiden, dass sie das Feuer, das die Mächtigen ihnen verweigern, selbst entdecken und der Menschheit schenken. Dass er die Kraft besass, einen dermassen mächtigen und explosiven Mythos zu verkörpern, löst eine Kette von Reaktionen aus: Er hilft hierdurch einem jeden, persönlich Mut zu schöpfen und der Welt mit Zuversicht ins Gesicht zu blicken. Diese Charakterstärke lässt ihn die anderen Intellektuellen seiner Generation turmhoch überragen – im Vergleich mit ihm sind sie nur Zwerge. Ich habe einmal geschrieben, er wirke unter ihnen wie ein Marmorblock, und ich bleibe dabei! In Wahrheit hat er das Reich der Poesie, diese Werkstatt, in der unentwegt an der für die Menschheit so unentbehrlichen Genauigkeit und Gerechtigkeit gearbeitet wird, niemals verlassen. Sein Lebenswerk sprengt die Grenzen der Geschichtswissenschaft. Er beteuert zwar, lediglich die wissenschaftliche Exaktheit zu verteidigen, doch erkennt man, ob er es nun zugibt oder nicht, dass sein fruchtbarer Sinn für Poesie ein entscheidendes Element seines Kampfes ist. Letzten Endes ist es Faurisson zu verdanken, dass der Ananassaft, den der schwarze Komiker Dieudonné spöttisch als heilsame Alternative zur verdummenden Shoa-Propaganda empfahl, von nun an ein Zauberelixier ist, den die Gralshüter der Shoa-Orthodoxie, die uns in Ketten schlagen wollen, wie Dynamit fürchten. Für all jene, in denen der Geist Mallarmés lebt, ist er zu einem Heilmittel gegen die ekelhaften Ausdünstungen der Anhänger des widerwärtigen Gaskammerkultes geworden – einem Heilmittel, das frisch und wunderbar duftet und einen belebenden Rausch auslöst. Jawohl, die Poesie – immer vorausgesetzt, sie steht ihm Dienste eines bedingungslosen Glaubens an die Wahrheit und glaubt an ihre eigene Fähigkeit, der Wahrheit zum Sieg zu verhelfen – ist unglaublich ansteckend, subversiv und zugleich befreiend, sie verhilft der geistigen und moralischen Gesundheit zum Durchbruch und verbreitet sie unaufhaltsam. Ihnen, Robert Faurisson, sei dafür gedankt, dass Sie ihr so unerschütterlich die Treue bewahrt haben!

Kommentar von Robert Faurisson

Was Maria Poumier am 28. November 2013 im Pariser Justizpalast erklärte, hatte mich bereits ausserordentlich beeindruckt. Vor einer Kamera hatte sie eine öffentliche Erklärung abgegeben, die für sie mit erheblichen Risiken behaftet war, weil ihre Aussagen nach dem antirevisionistischen Fabius-Gayssot-Gesetz vom 13. Juli 1990 strafbar sind. Sie hatte sich freimütig zu ihren Überzeugungen bekannt und sogar ihr Herz sprechen lassen. In obigem, vom 20. Dezember 2013 stammendem Text wird sie gewissermassen „rückfällig”. Sie prangert eine historische These an, die von einer Vielzahl offizieller Autoritäten geschützt wird: Dem Gesetz, den Richtern, den Polizisten, den Gendarmen, den Gefängniswärter, den Medien, den Universitätsbehörden, den Politikern, der EU, der Unesco, der UNO sowie den Staaten der westlichen Welt im allgemeinen, des weiteren von einer ganzen Reihe reicher und mächtiger Organisationen oder Institutionen, die in Frankreich ebenso wie im Ausland darüber entscheiden wollen, was gut und was böse ist, nicht zuletzt auf dem Gebiet der Geschichte. Diese These, die noch heute gesetzlich geschützt ist, wurde vom internationalen Militärtribunal in Nürnberg festgelegt, das sich zynisch über alle anerkannten Beweisregeln hinwegsetzte („Der Gerichtshof ist nicht an Beweisregeln gebunden. […]. Der Gerichtshof soll nicht Beweis für allgemein bekannte Tatsachen fordern, sondern soll sie von Amtes wegen zur Kenntnis nehmen“, lauteten Artikel 19 und 21 des Nürnberger „Statut“). Diese auf fadenscheinigen Pseudobeweisen beruhende These umfasst drei Kernpunkte: Den Völkermord an den Juden, die Nazi-Gaskammern und die sechs Millionen jüdischen Opfer. Zweifellos weiss Maria Poumier genau so gut wie ich, dass die Propagandisten dieser These durchaus nicht alle Lügner sind – vermutlich glauben die meisten von ihnen tatsächlich an ihre Wahrheit. Sancta simplicitas! (Heilige Einfalt!) Deshalb ist die stärkste Waffe der „Holocaust“- oder „Shoa“-Religion die allgemeine Leichtgläubigkeit. Noch wirksamer als die Zensur ist ausserdem die Selbstzensur, die es den selbsternannten Verkündern einer unantastbaren historischen Wahrheit ermöglichte, ein Recht ausser Kraft zu setzen, das die französische Justiz am 26. April 1983 feierlich bekräftigt hatte. Damals hatte sie, mit den Argumenten beider Parteien konfrontiert, in meiner Argumentation bezüglich des „Problems der Gaskammern“ keinerlei Spur von LeichtsinnNachlässigkeitbewusster Ignoranz oder Lüge“ entdeckt. Logischerweise fällte sie denn auch folgenden Spruch: „Das Urteil über den Wert der von Herrn Faurisson vertretenen Schlussfolgerungen obliegt also ausschliesslich den Experten, den Historikern und der Öffentlichkeit“ (Urteil von François Grégoire, erste Kammer, Sektion A, des Pariser Appellationsgerichts). Dieses „also“ wog sehr schwer, und das Urteil liess bei den sozialistischen Freunden von Laurent Fabius sowie bei Jean-Claude Gayssot und seinen Genossen von der Kommunistischen Partei die Alarmglocken läuten. Sieben Jahre später gelang es diesen Leuten, ein Sondergesetz durchzupeitschen, das vor allem dem Zweck diente, die Magistraten an die Kandare zu nehmen und zu striktem Gehorsam zu zwingen. Von nun an durften sie den Experten, den Historikern und der Öffentlichkeit nicht mehr erlauben, sich zu einer bestimmten historischen Frage zu äussern; als einziger Punkt in der gesamten Geschichte der Menschheit war diese Frage fortan jeder kritischen Analyse entzogen. Allerdings hielten sich fast alle schon vor der 1990 erfolgten Verabschiedung dieses Gesetzes an den Ukas jener 34 französischen Historiker, die am 21. Februar 1979 in Le Monde folgende Erklärung zum Thema der Nazigaskammern abgegeben hatten: „Man darf sich nicht fragen, wie ein solcher Massenmord technisch möglich war; er war technisch möglich, weil er stattgefunden hat.“ Dies war ihre Antwort, auf eine Herausforderung, die inhaltlich wie folgt lautete: „Eure Gaskammern sind aus physikalischen, chemischen und technischen Gründen undenkbar und widersprechen zudem den Dokumenten, die ihr in den Archiven von Auschwitz versteckt, die ich aber gefunden und veröffentlicht habe; wenn ihr anderer Meinung seid, dann erklärt mir, wie ein solcher Massenmord eurer Ansicht nach möglich gewesen sein soll“.

Doch seit 1995, und insbesondere dank der Entwicklung des Internets, das heutzutage auch in den armen und unterworfenen Ländern verbreitet ist, fordert die Geschichte ihre Rechte immer nachdrücklicher ein. Die Revisionisten mögen heute zwar noch schwach erscheinen, doch der Revisionismus hat gewaltige Fortschritte erzielt. Seine Siege sind bedeutend und manchmal sogar überwältigend (siehe Die Siege des Revisionismus” und Die Siege des Revisionismus (Fortsetzung)”). Bei einem Gegner, der sich der Illusion hingab, dem ganzen Erdball für immer sein Gesetz aufzwingen zu können, rufen diese Siege ein Gefühl der Panik hervor.

Maria Poumier erhob zuerst ihre Stimme gegen «die ungerechte Gewalt des Gesetzes». Als nächstes brach sie eine Lanze für die grundlegenden Freiheiten, einschliesslich des Rechts der Magistraten, nach ihrem Gewissen zu entscheiden. Schliesslich leistete sie einen Beitrag zum Triumph der Wissenschaft und der Geschichte über Dogmatismus, Aberglauben, Hass und Intoleranz.

20. Dezember 2013

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* En Confidence / Entretien avec l’Inconnue (Im Vertrauen / Gespräch mit einer Unbekannten) stammt vom Dezember 2007. Veröffentlicht im April 2009 in der Form eines Traktats von 78 Seiten, ist es erhältlich bei Éditions Akribeia, 45/3, Route de Vourles, F-69230 Saint-Genis-Laval, Frankreich, zum Preis von 10 Euro. Ab dem 9. September 2009 hat l’Inconnue (die „Unbekannte“), also die Wissenschaftlerin Maria Poumier, ihre Identität und ihren Unglauben bezüglich des „Holocaust“ bzw. der „Shoa“ preisgegeben; sie hat das in einem offenen Brief an Michèle Alliot-Marie, Justizministerin, und an Frédéric Mitterrand, Kulturminister, getan. Am 2. Dezember 2010, anläßlich der Inhaftierung von Vincent Reynouard, erneuerte sie in einem offenen Brief an Michel Mercier, Justizminister, an Brice Hortefeux, Innenminister, und, noch einmal, an Frédéric Mitterand. In ihrem zweiten Brief erklärte sie sich bereit, das gleiche Los wie die Revisionisten Faurisson und Reynouard zu teilen, beide verfolgt auf der Grundlage des Fabius-Gayssot-Gesetzes vom 13. Juli 1990. Beflissentlich haben die Minister und deren Nachfolger bis jetzt ihre Sprache verloren. Fortsetzung folgt.